Kreistagsfraktion
Klärung zur Debatte um Kfz-Zulassungsstellen – Stärkung der ländlichen Kommunen im Fokus
Neustadt an der Aisch, 19. Januar 2026 – In der aktuellen Haushaltskonsolidierung des Landkreises Neustadt an der Aisch – Bad Windsheim hat die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen erneut ihre Position zu der diskutierten Reduzierung der Kfz-Zulassungsstellen präzisiert. Entgegen vereinzelter Darstellungen in der öffentlichen Debatte betont die Fraktion, dass sie keinesfalls die Schließung der Standorte in Uffenheim oder Scheinfeld gefordert habe. Vielmehr wurde eine Konsolidierung an einem dieser beiden Standorte vorgeschlagen – insbesondere vor dem Hintergrund vorhandener räumlicher Kapazitäten und der Möglichkeit, die ländlichen Kommunen durch eine zentralisierte Lösung zu stärken.
„Unser Ziel ist es, effiziente Verwaltungsstrukturen zu schaffen, ohne die Versorgung der Bürgerinnen und Bürger zu beeinträchtigen“, erklärt David Muck, Fraktionsvorsitzender der Grünen im Kreistag. „In Uffenheim steht ausreichend Platz in der Landwirtschaftsschule zur Verfügung, in Scheinfeld ergibt sich nach dem Umzug der Pflegeschule eine ähnliche Chance. Gleichzeitig war in Neustadt an der Aisch ein kostspieliger Anbau am Landratsamt nötig, um den steigenden Personalbedarf zu decken. Vor diesem Hintergrund halten wir eine Reduzierung der Standorte für sinnvoll –nicht jedoch auf Kosten der kleineren Kommunen.“
Die Fraktion weist zudem darauf hin, dass die Haushaltskonsolidierung priorisiert werden müsse, um Spielräume für zukunftsweisende Investitionen – etwa in Bildung oder Gesundheit– zu erhalten. „Es kann nicht sein, dass wir an anderen Stellen sparen müssen, während vier Zulassungsstellen parallel betrieben werden, obwohl digitale Services die Notwendigkeit von Präsenzbesuchen zunehmend reduzieren“, so Muck. Die Grünen setzen sich daher für eine beschleunigte Digitalisierung der Kfz-Zulassung ein, um Wartezeiten zu verkürzen und die Attraktivität der verbleibenden Standorte zu erhöhen.
Die Fraktion begrüßt das nun ins Spiel gebrachte Rotationsprinzip als Zwischenlösung, bleibt jedoch bei ihrer Forderung nach einer nachhaltigen, kosteneffizienten Lösung, die die kommunale Infrastruktur langfristig entlastet.