Weltfrauentag

Anlässlich des Weltfrauentags am 08. März haben wir die grüne Landtagsabgeordnete und frauenpolitischen Sprecherin der Fraktion Verena Osgyan zu uns nach Neustadt/Aisch eingeladen. Am Samstag waren wir parallel zum bunten Marktgeschehen auf dem Neustädter Marktplatz mit einem Infostand zur Grünen Frauenpolitik präsent. Dabei wurde mit Interessierten darüber diskutiert, warum Frauen in gleichen Positionen immer noch niedriger als ihre männlichen Kollegen bezahlt werden. Nicht nur deshalb rutscht jede vierte Frau im Alter unter die Armutsgrenze von 675 € monatlich. Es ist noch viel tun, wir packen es an!

Uwe Kekeritz einstimmig zum Bundestagskandidaten nominiert

Mitglieder aus dem KV Neustadt a.d.Aisch-Bad Windsheim unterstützen ihr MdB Uwe Kekeritz

320.000 fordern "CETA und TTIP stoppen"

320.000 Menschen haben am 17. September in sieben deutschen Städten gegen CETA & TTIP und für einen gerechten Welthandel demonstriert. MdB Uwe Kekeritz, Kreisvorsitzende Ulrike Taukert sowie einige andere KV-Mitglieder vertraten dabei in München den Neustädter Kreisverband.

Die EU-Kommission will Fakten schaffen und CETA, das Handelsabkommen mit Kanada, unter Dach und Fach bringen. Zugleich sollen die Verhandlungen zu TTIP in die heiße Phase gehen. Deshalb hat ein breites Bündnis für Samstag, den 17. September 2016 zu Demonstrationen in Berlin, Frankfurt/Main, Hamburg, Köln, Leipzig, München und Stuttgart aufgerufen, um dagegen ein starkes Zeichen zu setzen! Die Demos sind eingebettet in den europäischen Aktionsherbst gegen CETA.

Vor Ort haben die regionalen Bündnisse mit intensiver Unterstützung des bundesweiten Demo-Bündnisses monatelang daran gearbeitet, diese Demos kurz nach der Sommerpause zu realisieren. In München trotzten 20.000 Teilnehmer dem Regen und demonstrierten auf dem Münchner Odeonsplatz für einen gerechten Welthandel.

Kreisvorsitzende Ulrike Taukert und MdB Uwe Kekeritz
Kreisvorsitzende Ulrike Taukert
Der Odeonsplatz in München
MdB Uwe Kekeritz

Landtagsabgeordneter Markus Ganserer im Landkreis

Der grüne Landtagsabgeordnete Markus Ganserer besuchte Ende August im Rahmen seiner Mittelfranken-Radtour auch zwei Verkehrs-Brennpunkte in unserem Landkreis. Bei seiner "Ohne-Auto-Mobil"-Sommertour legte der verkehrspolitische Sprecher der Grünen im Landtag sowohl in Neustadt als auch in Uffenheim einen Stopp ein.

In Neustadt besuchte er einen Infostand am Marktplatz und machte mit Vertretern des Orts- und Kreisverbandes auf die umwelt- und naturschutzfachlichen Eingriffe aufmerksam, die mit der Realisierung der geplanten Ortsumgehung der B8 Neustadt-Diebach einhergehen würden.

Zum Zeitungsbericht der FLZ

In Uffenheim wurde mit dem Landtagsabgeordneten ein Umstufungskonzept der B13 diskutiert, welches die Ortschaften vor allem vom Schwerlastverkehr entlasten soll.

Zum Zeitungsbericht der FLZ

Starke Frauen und die Sorge um Europa - Veranstaltung mit Claudia Roth

"Frauen auf der Flucht" in Uffenheim

22.01.2016

Auf der Frauentour von MdB Ekin Deligöz, fand auch eine Veranstaltung zum Gedankenaustausch über die Situation von Frauen auf der Flucht, im Haus der Kirche, in Uffenheim statt. Die Veranstaltung fand viel Interesse bei ehrenamtlichen und hauptamtlichen Betreuerinnen der Flüchtlinge. 

Frauen fliehen zunächst aus den gleichen Gründen wie  Männer: Krieg, Zerstörung, Unterdrückung, Hunger und Armut. Sie haben aber leider auch immer noch ein Päckchen geschlechtsspezifischer Fluchtgründe dabei, wie:  Gewalt in der Ehe, Zwangsheirat, Genitalverstümmelung, Ehrenmord Androhung,  Vergewaltigung (als Strafe wie in Indien) aber auch als Preis für die Flucht bei Schleppern und oder Arbeitsausbeutung um die Flucht zu überleben.

Die Frauen brauchen hier besonderen Schutz, damit sie nicht wieder vor sexuellen Übergriffen Angst haben müssen. Sie brauchen Sicherheit und eine Perspektive für ihre Zukunft. 

Zum Bericht der FLZ

Bundesdelegiertenkonferenz 2015 in Halle

Die Bundesdelegiertenkonferenz 2015 hat vom 20. bis 22. November in der HALLE MESSE in Halle (Saale) stattgefunden. Ulrike Taukert, Uwe Kekeritz und Barbara Schwörer waren vom Kreisverband Neustadt/Bad Windsheim mit dabei.

Es wurden unter anderem Debatten zur Einwanderungsgesellschaft, grüner Familien- und Arbeitszeitpolitik sowie grüner Wirtschafts- und Klimapolitik geführt. Außerdem standen die Wahlen des Bundesvorstands, des Parteirats und des Bundesschiedsgerichts auf der Tagesordnung.

Weitere Informationen (Beschlüsse, BDK-Berichte, Reden, Fotogalerie)

Ulrike Taukert, Uwe Kekeritz und Barbars Schwörer (v.l.n.r.) auf der BDK in Halle

Demokratie ist nicht verhandelbar

TTIP-Demo am 10.10.2015 in Berlin

Der Widerstand gegen TTIP und CETA wird lauter und größer: Über 3,2 Millionen Menschen aus allen EU-Mitgliedstaaten haben die Europäische Bürgerinitiative "Stop TTIP" unterschrieben. Jetzt wurde der Protest auch auf die Straße gebracht: In Berlin haben wir GRÜNE mit rund 250.000 Menschen für eine faire und gerechte Handelspolitik demonstriert. Auch vom Kreisverband Neustadt/Bad Windsheim waren in etwa 20 Mitglieder dabei um gegen die geplanten Freihandelsabkommen zu protestieren. 

Ulrike Taukert, Uwe Kekeritz und Ruth Halbritter
Kerstin Müller (r.)
Herrmann Nefian, Verena Osygan (MdL), Ursula Pfäfflin-Nefian, Ulrike Taukert, Uwe Kekeritz (MdB) (v.l.n.r.)

G7-Demo in München

04.06.2015

Im Anschluss an den Internationalen Gipfel der Alternativen (siehe Bericht unten) fand in München die Auftaktdemo anlässlich des G7 Gipfels in Elmau statt. Die zentralen Forderungen der G7-Demo lauteten "TTIP stoppen, Klima retten und Armut bekämpfen". Aber auch noch größere Ziele wurden gesteckt - nicht nur von den Kleinsten.

Los ging die Demo mit der von Campact organisierten Auftaktkundgebung am Stachus, bevor sich der Demonstrationszug von 36.000 Menschen einmal durch die Innenstadt bewegte. Trotz der heißen Temperaturen und Themen verlief die Großdemo durchgehend friedlich.

Uwe Kekeritz und Kerstin Müller vom KV Neustadt a. d. Aisch waren mit dabei und setzten mit diesem friedlichen Protest ein Zeichen gegen TTIP&Co.

Die Abschlusskundgebung am Odeonsplatz bildete das Ende eines erfolgreichen Protest-Tages und das bunte, fröhliche, aber auch ernsthafte Reden- und Musikprogramm sorgte für ausgelassene und positive Stimmung.

Kerstin Müller und Uwe Kekeritz vom KV Neustadt/Aisch

Internationaler Gipfel der Alternativen

Vom Mittwoch den 03. 06. bis Donnerstag den 04. 06. fand, im Vorfeld des G7-Gipfels der reichsten Länder der Welt, der sogenannte Gipfel der Alternativen statt. Auf diesem Gipfel, der mit dem Beginn der Demonstrationen in München endete, wurden die Themen des G7-Gipfels aus der Perspektive des Umwelt- und Naturschutzes sowie unter dem Aspekt der sozialen Gerechtigkeit beleuchtet. Außerdem wurden aktuelle Missstände beschrieben wie z.B. die Finanzierung der Entwicklungshilfe in Form von Krediten der großen Finanzkonzerne, die wiederum eng verzahnt sind mit den großen Wirtschaftskonzernen, die daraus resultierende Ausbeutung der Entwicklungsländer und in diesem Zusammenhang auch die weltweite Auswirkung von Freihandelsabkommen wie z.B. TTIP. 

Aus dem KV Neustadt/Aisch nahm Ulrike Taukert am Internationalen Gipfel der Alternativen teil. Zu Ihrem Bericht.

Die Milch macht's - regionale Milcherzeuger tauschen sich aus

Christine Hildner (Gemeinderätin in Markt Erlbach), Erhard Wolf (Stadtrat in Bad Windsheim), Peter Meyer (Kreisvorsitzender des BDM), Ruth Halbritter (Kreisvorsitzende),

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe Ernährung und Landwirtschaft vom Kreisverband Bündnis90/Die Grünen fand in Ipsheim eine Diskussionsveranstaltung zum Thema Milcherzeugung in der Region statt. Sowohl konventionell wirtschaftende Landwirte als auch Bio-Bauern aus der Region stellten ihre Betriebe vor und berichteten über ihre Erfahrungen sowie ihre Sorgen.

Die Kreisvorsitzende, Ruth Halbritter, gab zur Einführung in den Abend einen Überblick über die  Entwicklung der milcherzeugenden Betriebe. In Niedersachsen gibt es bereits 38 Ställe mit mehr als 500 Kühen, in Bayern erst drei. Aber unsere Bauern müssen auf dem Weltmarkt mit Betrieben ganz anderer Größenordnung konkurrieren. Zum Beispiel mit Betrieben in den  Niederlanden mit 2000 Milchkühen oder in nordafrikanischen Ländern mit mehr als 30.000 Kühen.

Sowohl die Landschaftspflege als auch die Verantwortung für Arbeitsplätze (z.B.in Molkereien) gehören mit zu den Aufgaben der Landwirtschaft. Leider zeigt sich in der milchverarbeitenden Industrie, dass immer mehr kleine Molkereien von großen Betrieben übernommen werden, die dann zum Absinken des Milchpreises bis unter die Zumutbarkeitsgrenze beitragen.

Diese Problematik beschrieb auch Peter Meyer aus Buchklingen, der auch Kreisvorsitzender vom Bund Deutscher Milchviehhalter (BDM) ist . Er sieht die Gefahr eines weiteren Absinkens des Milchpreises nach dem Wegfall der Milchquote. Peter Meier bewirtschaftet einen Milchviehbetrieb im Haupterwerb. Sein Sohn, der die Ausbildung zum Landwirtschafts­meister absolviert, will den Betrieb weiterführen. Genauso wie Erhard Wolf aus Oberntief, auch im Kreisvorstand des BDM, erzeugt er die Futtermittel für seine Kühe weitgehend selbst und füttert kein Soja zu. 

Bei  Jürgen Summ aus Kaubenheim, werden die Kühe mit einem Melkroboter gemolken.   Angesichts des sinkenden Mischpreises werden zusätzliche Verdienst­möglichkeiten nötig, wie  z.B. die Arbeit als Erlebnisbauernhof .

Während Helmut Mondel, der mit seiner Ehefrau und seinem Sohn einen Demeterhof in Unterstrahlbach bewirtschaftet, genauso wie seine Ehefrau neben seiner Landwirtschaft auch noch in einem anderen Bereich arbeitet, betreibt Günther Hildner aus Altziegenrück seinen Bioland-Betrieb im Haupterwerb. Zusätzlich hat er auch noch eine kleine Imkerei. Der Betrieb Mondel ist auch als Direktvermarkter in seinem Hofladen und auf dem Wochenmarkt in Neustadt bekannt. Beide Bio-Bauern berichteten von großer Arbeitszufriedenheit.  Günther Hildner, der erst seit fünf Jahren umgestellt hat, beschrieb die Umstellungsphase als bewältigbar.  Er und seine Familie hätten auch während dieser Zeit von der Landwirtschaft leben können. Diese Umstellung wird durch Fördermittel unterstützt. Beide Bio-Bauern betonten wie wichtig und hilfreich die Vernetzung auch mit konventionellen Landwirten in der Region sei. Konventionelle Betriebe würden sich mittlerweile von Biobetrieben in der Tierhaltung weitgehend nicht mehr unterscheiden. Der wesentliche Unterschied bestehe in der Fütterung, der Futtermittelerzeugung, im Verhältnis Nutzfläche zur Anzahl der Tiere und in der Kreislaufwirtschaft. Gerade in einer Zeit, in der der Handel und die Molkereien den Markt bestimmten, müssten die Landwirte gemeinsam für die Möglichkeit kämpfen, den Markt mit zu gestalten.

Die meisten der an diesem Abend anwesenden Landwirte sehen das bilaterale Freihandelsabkommen mit den USA (TTIP) als zusätzliche Gefahr hinsichtlich des Preisverfalls für landwirtschaftliche Produkte. "Die Politik muss die Weichen stellen, damit unsere Betriebe, auch ohne zu wachsen, ein angemessenes Einkommen haben und so neben der Lebensmittelproduktion die wichtigen  Aufgaben in unserer Gesellschaft erfüllen können", bekräftigt Ruth Halbritter.

Um die Direktvermarktung geht es am Dienstag, 23. Juni im Landgasthof Ehegrund in Sugenheim. Die Veranstaltung beginnt um 20.00 Uhr. Informationen zur Veranstaltung können bei Ruth Halbritter (09842 97975) erfragt werden.

Nachhaltige Fleischerzeugung in der Region

v.l.n.r. Dr. Wolfgang Kornder, Christian Endreß, Ulrich Gärttling, Erika Herbst, Jürgen Dierauff, Gottfried Rummel, Ruth Halbritter (Kreisvorsitzende)

07.05.2015

Bei der Auftaktveranstaltung der Veranstaltungsreihe "Ernährung und Landwirtschaft" in Ulsenheim ging es um die Fleischerzeugung. Die Kreisvorsitzende der Grünen, Ruth Halbritter, konnte vier Bauern, eine Bäuerin und einen Jäger begrüßen, die von ihren Erfahrungen berichteten.

Gottfried Rummel (Krautostheim) hält seine Schweine auf Stroh und füttert kein gentechnisch verändertes Futter. Im Krankheitsfall werden die Tiere homöopathisch behandelt. Das Fleisch wird von einem Metzger im Landkreis Fürth vermarktet.

Der überwiegende Teile der  Schweine wird bei  Jürgen Dierauff ( Herbolzheim) auf Spaltenboden gehalten. Zu 80 % wird eigenerzeugtes Getreide gefüttert, die restlichen 20 % stammen aus europäischem und weltweitem Anbau. Sein Ziel ist es, die Tierhaltung noch so weit aufzustocken, dass ein fester Mitarbeiter beschäftigt werden kann, um die Arbeitszeiten besser gestalten zu können.

Im Außenklimastall mit Einstreu leben die Schweine auf dem Naturlandhof Herbst in Simmershofen, mit ungefähr dem doppelten Platzangebot wie in der konventionellen Haltung, erläuterte Erika Herbst. Neben Getreide, Erbsen und Ackerbohnen wird in einem Biobetrieb auch Kleegras gefüttert, auch weil es für die Fruchtfolge auf den Feldern unerlässlich ist.

Ulrich Gärttling bewirtschaftet bereits in zweiter Generation den Demeterhof Hägele-Gärttling in Hemmersheim. Sein Schwiegervater hat bereits 1976 als Vorreiter seinen Betrieb auf die ökologische Wirtschaftsweise umgestellt. Heute werden Kühe mit Nachzucht der Rassen Schwarzbunte und Fränkisches Gelbvieh auf dem Hof gehalten. Das Fleisch wird in den Einkaufsmärkten der Würzburger Firma Tegut vermarktet.

Christian Endreß (Ulsenheim) vertraut auf mehrere Standbeine: Er hält Mutterkühe mit Nachzucht auf der Weide, ist auf dem Wildberghof im Tourismus tätig  und versorgt Haushalte mit Wärme aus der Biogasanlage. Das Fleisch seiner Angusrinder wird direkt an Gäste der eigenen Ferienhäuser und an die Bevölkerung vor Ort vermarktet.

Dr. Wolfgang Kornder ist Vorsitzender des ökologischen Jagdvereins und machte bewusst, dass Wildfleisch in einer absolut "artgerechten Tierhaltung" erzeugt wird und  mehr Wertschätzung verdient.

Einig waren sich alle Berichtenden darüber, dass die Hofnachfolge durch ein Kind immer freiwillig sein müsse und kein Druck ausgeübt werden könne. Man könne sich auch sehr gut andere Modelle, wie die Kooperation einzelner Betriebe, vorstellen.

In der anschließenden Diskussion wurden die Auswirkungen unseres hohen Fleischkonsums auf andere Länder diskutiert. Es könne nicht sein, dass unsere Überschüsse in die Länder des Südens exportiert werden und dort die Märkte für die Kleinbauern zerstören. Die Ressource Boden sei ein begrenztes und daher umso wertvolleres Gut, und damit müssten wir lernen gerechter damit umzugehen, so das Fazit von Ruth Halbritter.

Zu weiteren Veranstaltungen in dieser Reihe wird eingeladen:

Am Montag, dem18. Juni, nach Ipsheim in den Gasthof "Zum Goldenen Hirsch" zum Schwerpunkt Milcherzeugung und um die Direktvermarktung geht es am Dienstag, dem 23. Juni, im "Landgasthof Ehegrund" in Sugenheim. Die Veranstaltungen beginnen jeweils um 20.00 Uhr. Fragen zu den Veranstaltungen können an Ruth Halbritter (09842 97975) gestellt werden.

Aktionstag gegen TTIP

Kreisvorsitzende Ruth Halbritter und Ulrike Taukert nahmen am 18. April 2014 als Vertreterinnen des Kreisvorstandes am Aktionstag gegen TTIP in Ansbach teil. Hauptredner vor Ort war unter anderem MdB Uwe Kekeritz.

Zum Zeitungsbericht.

TTIP ist viel mehr als ein Handelsvertrag

Kommunale Auswirkungen zentral dargestellt

23.03.2015

Neben vielen Bürgerinnen und Bürger haben sich auch Gemeinde- und Stadträte sowie der Bürgermeister Uffenheims in einem Vortrag des Bundestagsabgeordneten Uwe Kekeritz über die möglichen kommunalen Auswirkungen des Handelsvertrages zwischen den USA, Kanada und Europa in der Oberen Mühle in Uffenheim informiert. Ruth Halbritter, Kreisvorsitzende und Uffenheimer Gemeinderätin, moderierte und führte die ca. 60 Vortragsbesucher durch den Abend. Die zentrale These des Vortrages lautete: Die Verträge beschäftigen sich nur am Rande mit Handelsfragen. Vielmehr geht es um eine Umgestaltung der Öffentlichen Daseinsvorsorge und die Ausweitung der Einflussnahme der großen Konzerne auf die zukünftige gesetzliche Festlegung von Standards.

Auch heute schon werden bei neuen Gesetzen oder Gesetzesänderungen die Interessensverbände intensiv eingebunden. Das sei richtig, denn die Interessen der Verbände müssen soweit wie im gesamtgesellschaftlichen Kontext sinnvoll, berücksichtigt werden. Die Planungen der Verträge sehen aber eine eindeutige Stärkung des Einflusses der Konzerne vor. Geplante neue Gesetze oder Änderungen sollen im Vorfeld mit den Konzernen verpflichtend abgesprochen werden. Diese verlangen gesetzlich garantierte Mitbestimmungsrechte. Die Vorschläge dazu reichen vom Vetorecht, das sicherlich nicht komme werde, bis zum Entschädigungsanspruch. Dies würde eine Änderung unseres Rechtssystems bedeuten. Kein Verband könne verbindliche Mitentscheidungs­rechte bei der Gesetzgebung erhalten. Die hier diskutierten Bereiche hätten auch nichts mit Handelsfragen zu tun.

Da es sich um völkerrechtlich verbindliche Verträge handelt, könnten gegebene Standards zukünftig nicht mehr vom deutschen Gesetzgeber unabhängig verändert werden. Die Erneuerungen müssten von der EU abgesegnet und den US-amerikanischen Partnern letztlich zur Genehmigung vorgelegt werden, denn Völkerrecht steht immer über nationalem Recht. Kekeritz ist davon überzeugt, dass dies die Menschen in Deutschland nicht möchten und er bezweifelt auch, dass die Kanzlerin die Tragweite dieses Vertrages auch nur annähernd erfasst hat, sie weiß schlicht nicht worum es geht. Kekeritz wirft Minister Gabriel vor, demokratische Errungenschaften der letzten 150 Jahre, an denen die SPD zentral beteiligt war, leichtfertig aufs Spiel zu setzen.

Das Credo des Abgeordneten lautet immer wieder: TTIP und Co. sind weit mehr als Handelsverträge. Das Ziel ist die Privatisierung der öffentlichen Daseinsvorsorge. Dazu gehören auch alle Bereiche der kommunalen Selbstverwaltung wie Wasser und Abwasser, Strom und Müll. Aber auch den Bildungsbereich, die Sparkassen, Sportstätten oder die kommunalen Krankenhäuser möchten Investoren gerne übernehmen. Das ist aus deren Sicht verständlich, denn dahinter steht immer eine milliardenschwere Nachfrage mit den entsprechenden Gewinnaussichten in Milliardenhöhe.

Der Abgeordnete Kekeritz wundert sich über diese geheimen Verhandlungen, denn die Kommunale Selbstverwaltung wird sowohl durch das Grundgesetz als auch die Bayerische Verfassung garantiert und geschützt. Änderungen oder Anpassungen müssen deshalb zwingend mit den Kommunalen Verbänden öffentlich in einem transparenten Verfahren erfolgen. Diese Verhandlungen werden aber von Merkel und Gabriel gedeckt, die damit unser Rechtssystem in Frage stellen.

Geheime Verhandlungen über das Thema der Kommunalen Selbstverwaltung von Leuten, die  keine Legitimation dafür besitzen, kann nicht akzeptiert werden. Aus diesem Grund ist es die Pflicht von Stadt- und Kreisräten diese Provokation aufzunehmen und in den Stadt-, Gemeinde- und Kreistags-Sitzungen zu diskutieren. Ihre Botschaft kann nur die Verteidigung ihres eigenen Wirkungskreises sein. Verantwortungsbewusste Räte und Rätinnen müssen ihre Botschaft in Form von Protestschreiben, Resolutionen oder Appellen an die Landes- und Bundesregierung weiterleiten.

Kekeritz freute sich, dass unter den zahlreichen Besuchern der Veranstaltung auch 13 Gemeinderäte waren. Er drückte ihnen seinen Respekt aus, führte aber auch an, dass dieses Thema eigentlich gerade für die gewählten Mandatsträger von größter Relevanz sei und jeder Rat,  Bürgermeister oder Landrat  das Recht (und die Pflicht) hat, sich umfangreich und aus vielen Quellen zu informieren. Daran ändere auch die Rechtsmeinung des Wissenschaftlichen Dienstes des Bundestages nichts, der eben nur eine unter vielen Rechtsmeinungen darstelle. Eine Verbindlichkeit für das Verhalten von Ratsversammlungen kann daraus auf alle Fälle nicht geschlossen werden.

Zur TTIP-Broschüre von MdB Uwe Kekeritz

Grüne Energie für Neustädter Bürger und Kritik an afrikanischem Agrarprojekt

21.02.2015

Im Februar fand in Mosbach eine spannende Kreisversammlung der Neustädter Grünen zu verschiedenen aktuellen Themen statt. Erich Wust und Dr. Christine Krämer nahmen zur Energiewende und Ökostrom im Landkreis Stellung, MdB Uwe Kekeritz berichtete über die Erkenntnisse seiner Afrikavisite.

Zu den Presseberichten von nordbayern.de:

"Grüne Energie" für Neustädter Bürger

Uwe Kekeritz kritisiert Agrarprojekt in Afrika

Asylpressegespräch mit Christine Kamm

19.11.2014

Die Kriege im Nahen Osten und in der Ukraine, die existenzbedrohende Lage der Menschen in einigen afrikanischen Staaten und weiteren Krisenherden der Welt werden vorerst nicht zu beenden sein. Der Zustrom Asylsuchender wird anhalten. Ein Teil der Flüchtlinge wird längerfristig in Deutschland bleiben müssen, um überleben zu können. Für alle diese Menschen sind hier im Landkreis von Anfang an Perspektiven zu schaffen, die die Eingewöhnung und ein Leben in Würde ermöglichen.

Unter diesen Prämissen informierte MdL Christine Kamm (Sprecherin für Europapolitik, Asylpolitik und Integration, Fraktion Bündnis 90 / DIE GRÜNEN) am 7. November in einem sehr informativen Pressegespräch in Neustadt u.a. über die Versäumnisse der Bayerischen Staatsregierung in Fragen der Unterbringung und Versorgung von Asylsuchenden.

Zum vollständigen Bericht

v.l.n.r.: Pfarrer Lehnert (Hospiz- und Asylbeauftragter im ev. Dekanatsbezirk Neustadt), Monika Gaubitz, Christine Kamm (MdL), Barbara Schwörer, Susanne Schönwiese, Herr Behr-Rössler und Frau Betz (Vertreter der Caritas Asylsozialarbeit)

Landesversammlung in Hirschaid

21.10.2014

Die letzte Landesdelegiertenversammlung fand am 18. und 19. Oktober 2014 im Energiepark Hirschaid in Oberfranken statt. Auf der Versammlung wurden unter anderem Leitanträge zur Energie- und Bildungspolitik gefasst. Weiterhin wurde Eike Hallitzky zum Landesvorsitzenden und unter anderem Uwe Kekeritz, unser MdB, zu einem Mitglied des Parteirats gewählt.

Zu den Beschlüssen und allen gewählten Personen

Vom Kreisverband waren als Delegierte Benita Esch, Ruth Halbritter und Ulrike Taukert. Außerdem mit dabei waren Kerstin Müller und Uwe Kekeritz.

Weitere Fotos der LDK

Stark - Eigenständig - Grün
Mittelfrankentreffen
Frauenpower bei der LDK - Die Delegierten des Kreisverbandes

Exursion in den Steigerwald

Auf dem Weg zum Nationalpark
vl.n.r.: Gerhard Spörlein (BN Bamberg), Uwe Kekeritz (MdB), Ruth Halbritter (Kreisrätin), Daniel Arnold (Bezirksrat)
Herr Spörlein weist die Gruppe auf die Besonderheiten des alten Buchenwaldes hin
Atelier des Bildhauers Manfred Reinhardt

06.10.2014

Am 4. Oktober unternahm der Kreisverband mit Teilnehmern aus dem Landkreis, aus Nürnberg und auch aus Unterfranken eine Exkursion nach Ebrach um den Steigerwaldes zu besichtigen.

Herr Spörlein vom Bund Naturschutz in Bamberg wies auf viele Besonderheiten des Buchenwaldes hin. Die Gruppe war besonders vom alten Buchenstand beeindruckt. Laut Herrn Spörlein ist das Naturwaldreservat die Keimzelle für einen "Urwald von morgen". Weiterhin bietet der Steigerwald besondere Voraussetzung für einen artenreichen heimischen Tier- und Pflanzenbestand. 

Manfred Reinhardt, Vorsitzender des kürzlich gegründeten Bügervereins für den Nationalpark Steigerwald, informierte die Kreisgruppe über die Gründe der BefürworterInnen, die sich für einen Nationalpark einsetzen um das unvergleichliche Waldgebiet für die nächste Generation zu erhalten und nicht der Motorsäge zum Opfer fallen zu lassen.

Nach dem Gespräch und dem Gedankenaustausch untereinander sowie mit den beiden Referenten Spörlein und Reinhardt, nutzte die Gruppe noch die Möglichkeit, das Atelier des Bildhauers Manfred Reinhardt in Obersteinach zu besichtigen.

Besuch der Europaabgeordneten Barbara Lochbihler - Flüchtlingspolitik in Neustadt

20.05.2014

Auf dem Bild von links:

Barbara Lochbihler, Mitglied im Europaparlament, Vorsitzende im Unterausschuss für Menschenrechte

Barbara Schwörer-Willis, Mitglied im Kreistag

Günther Leidenberger, Stadtrat Neustadt

Bürgermeister Klaus Meier, Neustadt

Monika Gaubitz, Stadtrat Neustadt

Hans-Jörg Schmid, Vertreter für Weltladen e.V. Neustadt

Weiter haben an dem Treffen zur Flüchtlingspolitik am Montag in Neustadt Herr Behr-Rössler und Frau Bacherle von der Caritas, Asylsozialarbeit teilgenommen.

Den Zugang zu den beiden Flüchtlingsunterkünften, die in Neustadt besucht werden konnten, haben Herr Baumgärtner und Herr Klein vom Landratsamt ermöglicht.

Somit konnte die Situation von in Neustadt an der Aisch lebenden Flüchtlingen aus Äthopien, Afghanistan und Aserbeidschan vor Ort von Barbara Lochbihler in Augenschein genommen werden. In Neustadt befinden sich zur Zeit ca. 80 Asylbewerber, die dezentral in verschiedenen Häusern untergebracht sind.

Aufgrund der aktuellen Krisenherde weltweit suchen zur Zeit vermehrt Menschen Schutz in Europa, so auch in Bayern. Barbara Lochbihler prangert die Menschenrechtsverletzungen und Todesfälle an den Außengrenzen der europäischen Union an und setzt sich für asylpolitische Reformen ein. Ein humanes Flüchtlingssystem und ein offenes Europa sind dringend geboten. Dazu konnten in Bayern kleine Fortschritte verzeichnet werden. Beim Besuch im Landkreis Neustadt/Aisch - Bad Windsheim von B. Lochbihler konnten Verbesserungen der Situation aber auch die Probleme von Flüchtlingen vorgestellt werden.

Die Zuweisung der Flüchtlingen in den Landkreis erfolgt nach festgelegter Quote. Es wird versucht, Wohnungen dezentral anzumieten. In Neustadt ist dies gelungen und es leben verteilt in der Stadt und im Ortsteil Birkenfeld ca. 80 Menschen unter anderem aus Äthopien, Aserbeidschan und dem Iran. Bürgermeister Meier steht voll hinter dem Konzept der dezentralen Unterbringung der Flüchtlinge, ist allerdings der Meinung, dass alle Kommunen im Landkreis Wohnraum anbieten müssten. Dies sei z.B. in Bad Windsheim bisher noch nicht der Fall und es bestehe die Pflicht sich an der Unterbringung zu beteiligen. Es könne Ghettobildung vermieden werden, Integration und Akzeptanz der Nachbarschaft verbessern sich. Das wird von den Flüchtlingen bestätigt. Sie sind froh, nicht mehr im Auffanglager oder in einem ausrangierten Gasthof untergebracht zu sein. Es gibt auch keine Essenspakete mehr und die Menschen, die in Neustadt wohnen, können selbst einkaufen und kochen.

Probleme verursacht allerdings, dass nicht genug Dolmetscher vor allem für die russisch-sprachigen Asylbewerber zur Verfügung stehen. Dies kann z.B. im Notfall oder auch für den Arztbesuch dazu führen, dass die ausreichende medizinische Versorgung nicht schnell genug erfolgen kann. Problematisch ist auch, dass es bei den Deutschkursen schon Wartelisten gibt und es oft schwierig ist, vor allem für die alleinerziehenden Mütter, die Unterbringung der Kinder und den Schulbesuch unter einen Hut zu bringen. Hier bedarf es guter Koordination und trotz des Einsatzes von ca. 20 ehrenamtlichen Helfern, können nicht alle Anforderungen bewältigt werden. Zusätzlich wird das erschwert durch die Unterbesetzung mit Personal in der Asylsozialarbeit. Die Caritas als Träger könne hier keine schnelle Abhilfe versprechen, bemühe sich aber um eine Aufstockung des Personals beim Landratsamt und hofft damit auf offene Ohren zu stoßen.

Als besondere Schikane wird die Residenzpflicht empfunden. Das bedeutet für die Menschen, dass sie den Regierungsbezirk nicht verlassen dürfen und falls dies notwendig wird, gegen Gebühr eine Reisegenehmigung bei der Ausländerbehörde einholen müssen. Die Residenzpflicht gibt es nur in Deutschland und sollte schnell abgeschafft werden. Weiter fordern EU-Politikerin Barbara Lochbihler und die anwesenden Kreis- und Kommunalpolitiker von Grünen und SPD, dass die Arbeitserlaubnis für Flüchtlinge, ohne die sie nicht arbeiten und keine Ausbildung machen dürfen, schneller und unbürokratischer erteilt wird. Für Asylsuchende und Geduldete ist die Arbeit in den ersten neun Monaten ihres Aufenthalts ganz verboten. Auch danach haben sie zumeist kaum Chancen auf einen Job, weil es "bevorrechtigte Arbeitnehmer" gibt. Dies sind Deutsche, aber auch EU-Ausländer oder anerkannte Flüchtlinge. Das wird von den in Neustadt ansässigen Flüchtlingen als Ausgrenzung empfunden. Sie würden gerne ihren Beitrag für die Gesellschaft leisten mit ihrer Arbeit.

 

Zu Barbara Lochbihler:

"Barbara Lochbihler ist Vorsitzende des Unterausschusses
für Menschenrechte im Europäischen Parlament, dem sie seit 2009 angehört. Zuvor war sie zehn Jahre lang Generalsekretärin der deutschen Sektion von Amnesty International. Die grüne Abgeordnete war unter anderem an der Ausarbeitung einer neuen Frontex-Verordnung beteiligt, in der die EU-Grenzschutzagentur erstmals auf menschenrechtliche Maßnahmen verpflichtet wird. Regelmäßig lädt sie seither Frontex in ihren Ausschuss, um die Agentur auf menschenrechtliche Mängel in ihrer Arbeit hinzuweisen und auf Reformen zu drängen. Auch setzt sie sich direkt in Brennpunktregionen für einen menschenrechtskonformen Umgang mit Flüchtlingen ein, sei es an der syrisch-türkischen Grenze oder in Auffanglagern in Libyen, Tunesien und Süditalien"

aus: http://barbara-lochbihler.de/cms/upload/PDF_2014/Barbara_Lochbihler_-_Zutritt_fuer_Fluechtlinge_verboten_EINZEL.pdf

"Genoteck ist das famose Großgemüse für die Dose"

20.05.2014

Mit diesem Werbeslogen eines fiktiven Gentechnik-Agrarkonzerns machten die Grünen im Landkreis Neustadt Aisch - Bad Windsheim am vergangenen Samstag bei einem Infostand auf die Gefahren, die mit den Freihandelsabkommen der EU mit den USA und Canada auf Europa zukommen, aufmerksam. Dabei stellt die Einführung gentechnisch veränderter Lebensmittel nur einen Gefahrenpunkt durch die Abkommen dar. Denn es wird keinen Bereich geben, in dem die negativen Auswirkungen dieser Abkommen nicht zu spüren sein werden, seien es die arbeitsrechtlichen oder sozialen Standards in Europa, der Verbraucher- und Umweltschutz, die Presse- und Meinungsfreiheit oder die Demokratie, wie wir sie kennen.

Mittels Würfel konnten Passanten sich Informationen zu den Freihandelsabkommen "erspielen". Als Gewinn gab es weitere vertiefende Infos dazu. Mit viel Begeisterung wurde gewürfelt und zahlreiche Unterschriften konnten gegen die Freihandelsabkommen gesammelt werden. Vorbereitet wurde die Aktion vom Ortsverband Gutenstetten, wo mit viel Freude und Spaß das Großgemüse - von der Cocktailtomate über die Riesenerbse bis zur Mammutgurke - gebastelt wurde.

Kreistagswahlergebnis Bündnis 90'/Die Grünen im Kreis Neustadt a. d. Aisch-Bad Windsheim

Quelle: Landratsamt Neustadt a. d. Aisch/Bad Windsheim

Vielen Dank für ihr Vertrauen!

 

Infostand mit Grüner Jugend

Der erste Infostand zum Wahlkampfauftakt am 01.02.14 in Neustadt an der Aisch, fand mehr Aufmerksamkeit als sonst: Die Grüne Jugend Mittelfranken/Unterfranken hat mit einer gelungenen Aktion dazu beigetragen, auf grüne Politik aufmerksam zu machen. Rund um das Thema umweltfreundliche Mobilität konnten interessierte Passanten für Gespräche gewonnen werden von engagiert und freundlich auftretenden jungen Leute mit frischen Ideen. Organisiert von Grüne Jugend Sprecher Andreas Wagner in Zusammenarbeit mit Stadträtin Monika Gaubitz wurde ein Flyer zur Zukunft des Verkehrs gestaltet und der Infostand mit Material bestückt, das gerne von den BürgerInnen angenommen wurde.

Die Forderungen zum Verkehr fanden in den Gesprächen ein offenes Ohr, sowohl für die BürgerInnen aus dem Landkreis als auch aus der Stadt Neustadt:

-          den ÖPNV innerhalb und um Neustadt/Aisch ökologisch und bezahlbar ausbauen

-          einen S-Bahn-Anschluss schaffen von/nach Nürnberg

-          einen Nachtzug von/nach Nürnberg und Würzburg ca. um 3 Uhr einsetzen

Wer sich ausführlich mit den Argumenten zum Verkehr und umweltfreundlicher Mobilität in Neustadt und dem gesamten Landkreis beschäftigen will findet hier.

Monika Gaubitz

20 Jahre Gentechnik - und jetzt ?! - Prof. Antônio Andrioli in der Stadthalle in Uffenheim

Vor mehr als 200 Gästen sprach am Freitag der brasilianische Agrarexperte Prof. Antonio Andrioli in der Stadthalle in Uffenheim. Sie alle wollten hören, welche Erfahrungen in Brasilien gemacht wurden, in einem Land, in dem seit vielen Jahren gentechnisch veränderte Pflanzen angebaut werden.

Eingeladen wurde Prof. Andrioli von der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL), Mission EineWelt, Brot für die Welt, BUND Naturschutz NEA und Bündnis90/Die Grünen. Die Kreisvorsitzende Ruth Halbritter begrüßte im Namen aller Mitveranstalter Herrn Andrioli in Uffenheim.  Zur Begrüßungsrede

Prof. Andrioli ist Vize-Rektor der staatlichen Universität da Frontera Sul im Süden Brasiliens. Als Mitglied der brasilianischen Biosicherheitskommission hat er einen guten Überblick über die aktuelle Situation in Brasilien. Mehr als 30 verschiedene gentechnisch veränderte Pflanzen (GVO) sind in Brasilien für den Anbau zugelassen, meist gentechnisch veränderter Mais, Soja und Baumwolle. Die Pflanzen enthalten ein Bt-Gift gegen Insekten oder sind resistent gegen Herbizide.

Bei den 18 verschiedenen Sorten GVO-Mais hat sich bereits ein Insekt als resistent gegen das Bt-Toxin entwickelt, die Baumwollkapseleule. Sie richtet zur Zeit großen Schaden in den Maisbeständen an, denn es gibt kein zugelassenes Gift mehr für ihre Bekämpfung. Deshalb überlegt man, jetzt notfallweise auch ein für das menschliche Nervensystem toxisch wirkendes Gift zuzulassen. Andrioli beklagt, dass viele der GVO zwar getestet wurden auf ihre Wirkung hinsichtlich ihrer Schädlinge, nicht aber auf die Auswirkungen auf die Tiere, für die sie Futterpflanze sind. Da durch den Anbau der Bt-produzierenden Pflanzen auch die Freßfeinde der Schadinsekten vernichtet wurden, gibt es jetzt keine natürlichen Regulativen mehr.

Auch der Stoffwechsel der Pflanze selbst ändert sich durch die Gentechnik. So wurde festgestellt, dass sich im Umfeld von GVO-Soja weniger Bodenbakterien finden, damit wird weniger Stickstoff gebunden und die Pflanze enthält weniger Eiweiß. Dieses Eiweiß ist in der Tiermast wichtig.

Durch den Anbau von GVOs ist der Einsatz des Herbizids Glyphosat immens gestiegen. War 2004 im Bereich des klassischen Sojaanbaus die Rückstandsgrenze bei 0,2 mg, wurde ab der Zulassung von GVO-Soja der Grenzwert auf 10mg festgesetzt. Der Verbrauch an Agrargiften hat sich um 240% gesteigert. Die Produktionskosten sind durch diesen hohen Bedarf gestiegen, 60% der Produktionskosten sind durch den Chemieeinsatz bedingt. Brasilien ist der zweitgrößte Sojaproduzent der Erde mit 81 Mio. Tonnen pro Jahr. Bis 2024 ist eine Ausweitung des Anbaus auf 94 Mio.t geplant.

Allerdings ist Brasilien auch der größte Produzent von GT-freiem Soja, heuer wurden ca. 16 Mio. Tonnen davon erzeugt. Eine gt-freie Produktion ist allerdings nur dort möglich, wo es noch klassisches Saatgut gibt. Damit leitete Prof.Andrioli zum zweiten Schwerpunkt seines Vortrags über, der Agrarökologie, die Lehr-Schwerpunkt an seiner Universität ist. Eine große Spezialisierung in der Lehre führt zu einem großen Verlust an Wissen, eine geringere Spezialisierung lässt Platz für das Erkennen von Zusammenhängen. Ziel ist, dass die Wissenschaft allgemein verständlich wird und damit Wissen von Landwirt zu Landwirt weitergegeben werden kann. Traditionelles Wissen über Fruchtfolgen und Freßfeinde wird so ein Teil der Wissenschaft und beteiligt damit aktiv die Kleinbauern. Es war Ziel der brasilianischen Regierung, die Universität für die Menschen vor Ort zu öffnen. Während an den üblichen Universitäten die meisten Studienplätze durch zahlende Studenten besetzt sind, sollten hier die Kinder der Bauern der Umgebung studieren. Dazu gibt es auch einen Campus für die indigene Bevölkerung. Die Forschungspolitik wird selbst bestimmt, Schwerpunkte sind Lehrerbildung, Gesundheit, Agrarökologie. Die Professoren werden vom Staat bezahlt, Drittmittel sind nicht üblich. Damit ist die Forschung unabhängig, kann sich auf relevante Bereiche ausrichten und die Lebensbedingungen vor Ort verbessern. Allein für die Umsetzung des staatlichen Programms "Null Hunger" werden 200.000 Wissenschaftler, meist Ärzte, benötigt. Die Kinder der Bauern vor Ort sollen für das Studium befähigt werden. So wird die Infrastruktur auf dem Land verbessert und die Menschen finden Einkommensmöglichkeiten. Der Landwirt wird zum Forscher und Wissenschaftler für den Bereich Landwirtschaft und die Region.

Prof. Andrioli fasst zusammen, dass die Gentechnik ihre Versprechungen nicht eingelöst hat:

-          Die Produktionskosten wurden nicht gesenkt,

-          es gibt keine höheren Erträge,

-          der Einsatz von Pestiziden wurde nicht verringert,

-          es gibt nicht weniger Hunger im Land.

-          Die GT-Theorie stimmt nicht mit der Praxis überein.

Nur die Praxis bringt Wissen für eine zukunftsfähige, ökologische Landwirtschaft.

Zum Zeitungsbericht

LDK Augsburg 2013

Auf dem Programm: Vorstandswahlen, Rückblick auf die Landes- und Bundestagswahlen und Vorbereitung der Kommunalwahl 2014. Sigi Hagl wurde mit 87% der Stimmen zur Nachfolgerin von Theresa Schopper gewählt.

Martin Bauer, Ruth Halbritter und Benita Esch (v.l.) vertraten dort als Delegierte unseren Landkreis.

Zu den LDK-Beschlüssen und den Wahlergebnissen

Auch Ruth Halbritter, Vorsitzende unseres Kreisverbandes, sprach auf der bayerischen Delegiertenkonferenz zum Thema Landwirtschaft und Welternährung:

"Wir nehmen es hin, dass heute, laut der Welternährungsorganisation der Vereinten Nationen,  über 800 Millionen Menschen hungern. Täglich sterben 24 000 Menschen an Hunger und Mangelernährung. Eine Stadt wie Augsburg (266 647 - 2012) wäre so in 11 Tagen ausgestorben. Ansbach in zwei Tagen und Rothenburg o. d. Tauber in einem halben Tag..."  Weiterlesen

BDK Berlin Oktober 2013

Nach der Bundestagswahl fand vom 18. bis 20. Oktober unsere Bundesdelegiertenkonferenz in Berlin statt. Auf der dreitägigen BDK wurde der Bundesvorstand und der Parteirat neu gewählt, sowie über das Ergebnis der Bundestagswahl beraten.

Unsere Delegierte Kerstin Müller war mit dabei und stimmte für den Kreisverband ab.

Zu den BDK-Beschlüssen

"Grüner Abend" auf dem Weinfest in Weigenheim mit Claudia Roth

 

Empfang im Rathaus in Weigenheim und Eintrag ins Gästebuch der Gemeinde. Bürgermeister Reinhard Kloha (rechts) informiert Uwe Kekeritz, Claudia Roth und Ruth Halbritter über Aktuelles aus der Gemeinde. Die neue Kindertagesstätte wird im Anschluss besichtigt.

 

 

Danach zieht die Gruppe in ein gut besetztes Weinzelt ein.

 

 

Die Kreis- und Bezirksvorsitzende Ruth Halbritter begrüßt die zahlreichen Gäste aus den umliegenden Ortschaften, den Nachbarlandkreisen und "Die Rossinis", die für gute musikalische Stimmung sorgen.

Ihr besonderer Dank gilt den Mitgliedern des Weinbauvereins in Weigenheim, die durch ihr politisches Interesse und ihre Offenheit diesen Abend möglich gemacht haben.

 

Im hinteren Teil des Zeltes sorgen verschiedene Aussteller für Informationen. Darunter der Imkerverband, der Arbeitskreis Arche, die Arbeitsgemeinschaft Bäuerliche Landwirtschaft und die Biogärtnerei "Baumannshof" aus Eggenhausen (Obernzenn), die ihren Lieferservice vorstellen.

 

 

 

 

 

Uwe Kekeritz übergibt das Wort an die Weinprinzessin, die die beiden Kandidatinnen Marianne Schwämmlein und Ruth Halbritter nach ihren politischen Schwerpunkten befragt.

 

 

 

 

 

Uwe Kekeritz erklärt: Nur wenn sich bei uns etwas ändert werden auch die Menschen in den Entwicklungsländer menschenwürdig leben können. Dazu müssen wir alle unseren Beitrag leisten durch faire Preise für Produkte aus Afrika, Asien und Südamerika. Aber auch die Politik muss handeln und für ein faires Beschaffungswesen sorgen. Internationale Firmen müssen ihrer Verantwortung nachkommen und für menschenwürdige Produktionsbedingungen sorgen.

 

 

 

Claudia Roth bleibt nicht lange auf der Bühne,

sondern  geht lieber mitten ins Publikum.

 

 

 

Eine engagierte Rede für ...

 

Energiewende,

 

Mindestlöhne,

 

"der globalisierten Gleichgültigkeit etwas entgegensetzen".

 

Nach einem langen Applaus bedankt sich die Kreisvorsitzende Ruth Halbritter bei der Bundesvorsitzenden.

Jürgen Trittin in Fürth

"Soziale Marktwirtschaft 2.0 - grün umSTEUERN für eine gerechte und ökologische Gesellschaft" - Am 13. August kam der GRÜNE Spitzenkandidat Jürgen Trittin nach Fürth!

Von den DirektkandidatInnen für Bezirks- und Landtag des Wahlkreises Fürth-Stadt, Lydia Bauer-Hechler und Norbert Schikora, unserem Bundestagsdirektkandidaten Uwe Kekeritz und natürlich unserem Spitzenkandidaten für die Bundestagswahl Jürgen Trittin wurde das Grüne Wahlprogramm mit den wichtigen sozialen Komponenten dargestellt.

Mit den Themen "Kita-Ausbau statt Betreuungsgeld" über "Schuldenbremse für Banken", "Einführung eines Mindeslohns" bis zur "Abschaffung der 2-Klassenmedizin" durch die grüne Bürgerversicherung wurde deutlich, dass sich das Grüne Wahlprogram deutlich von der bisherigen Politik der Schwarz-Gelben Regierung unterscheidet.

Viele Besucher nutzten die Chance sich über die Grüne Version der Sozialen Marktwirtschaft im Jahr 2013 am Geburtshaus von Ludwig Erhard zu informieren. Auch die Direktkandidatinnen unseres Wahlkreises, Ruth Halbritter für den Bezirks- und Marianne Schwämmlein für den Landtag, waren dabei und unterstützten Jürgen bei seiner Wahlkampftour.

Mit großem Interesse verfolgt Jürgen Trittin die Rede von Uwe Kekeritz. Mit dabei sind Ruth Halbritter (2.v.r.) und Marianne Schwämmlein (3.v.r.).

Mitgliederentscheid zum Bundestags-Wahlprogramm

Am Sonntag, den 09.06.2013, traf sich unser KV Neustadt a. d. Aisch - Bad Windsheim mit den Kreisverbänden Fürth-Stadt und Fürth-Land in den Räumen des Altstadtvereins in der Freibank am Waagplatz in Fürth zur gemeinsamen Veranstaltung zum grünen Mitgliederentscheid.

Dabei konnte jedes grüne Mitglied aus 58 Projekten des Bundestags-Wahlprogramms 9 Schwerpunktprojekte auswählen. Diese Projekte sind in drei Themengebiete unterteilt. In jedem Gebiet waren drei Stimmen zu vergeben. Eine sogenannte 'Jokerstimme' ermöglichte es entweder in einem Gebiet ein viertes Kreuz zu setzen oder ein Projekt doppelt zu wählen. So wurde auch eine besondere Schwerpunktsetzung ermöglicht.

Nach einem fairen, regionalen Bio-Brunch wurden die drei Themengebiete von den anwesenden Mitgliedern in wechselnden Kleingruppen intensiv diskutiert, bevor die Entscheidung über die für den Wahlkampf maßgeblichen Projekte anstand. Wer nicht persönlich an dieser Veranstaltung teilnehmen konnte, hatte selbstverständlich die Möglichkeit per Briefwahl mitzuentscheiden.

Das Ergebnis der Wahl aus unseren drei Kreisverbänden fiel wie folgt aus:

Energiewende & Ökologie

  • 100 % erneuerbare Energien - für eine faire Energiewende in BürgerInnenhand
  • Wirtschaftswachstum ist nicht das Maß der Dinge - neue Indikatoren für Wohlstand und Lebensqualität
  • Die Massentierhaltung beenden - ein neues Tierschutzgesetz für artgerechte Tierhaltung

Gerechtigkeit

  • Niedrige Steuern für Geringverdiener und Mittelschicht - gerechte Reform der Einkommenssteuer
  • Niedriglöhne abschaffen - einen allgemeinen Mindestlohn einführen
  • Zwei-Klassen-Medizin abschaffen - EINE Bürgerversicherung für Alle

Moderne Gesellschaft

  • Familien mehr Zeit geben - familienfreundliche Arbeitszeitmodelle fördern
  • Rechtsextremismus entschieden entgegentreten - Projekte gegen Rechtsextremismus systematisch fördern
  • Keine Rüstungsexporte zu Lasten von Menschenrechten - ein Rüstungsexportgesetz beschließen

Zum Vergleich gibt es hier noch das Gesamtergebnis der Abstimmung aller grüner Mitglieder: 

Ein Veranstaltungsbericht ist in der Presse erschienen:

Beim grünen Mitgliederentscheid: Ruth Halbritter, Martin Bauer, Benita Esch

Landesdelegierten Konferenz 13. - 14. April 2013

Am zweiten Aprilwochenende 2013 wurden, in basisdemokratischer Tradition, die Änderungen zum Landeswahlprogramm auf der LDK in Würzburg diskutiert und verabschiedet. Den Antragsstellern_innen wurde die Möglichkeit gegeben für Ihre Ideen zu werben und die Delegiertenkonferenz dafür zu gewinnen. So wurden einige Änderungen, trotz folgender Gegenrede übernommen. Aufgelockert durch Aktionen der Grünen Jugend und interessanten Gastrednern_innen und begleitet durch Informationsstände im Foyer verging so ein anstrengendes aber interessantes Wochenende für unsere Delegierten (v.r.) Benita Esch, Ruth Halbritter und Laura Dziekan.

"Triff Grün" - Auftakt des neuen Grünen Stammtisches in Neustadt

Die neue Reihe der Grünen im Landkreis "Triff GRÜN" ist gut gestartet.
Die Möglichkeit zum offenen Gesprächsaustausch mit dem MdB Uwe Kekeritz
und Bezirkstagsdirektkandidatin Ruth Halbritter nahmen sowohl
interessierte BürgerInnen als auch Mitglieder des Neustädter OVs gerne an.

Uwe Kekeritz, MdB, im Gespräch mit den Neustädter Bürgern

Neujahrsempfang der Fürther Grünen

Am 8. Februar fand in Fürth der alljährliche Neuhjahrsempfang der Grünen des Wahlkreis Fürth statt. Bayerns Spitzenkandidatin von Bündnis 90/Die Grünen, Margarete Bause, und Fürths Bundestagsabgeordneter Uwe Kekeritz stimmten die rund 100 Gäste beim Neujahrsempfang im BiKuL auf die kommenden Wahlkämpfe ein.

Im Podiumsgespräch (siehe Bild) standen Ruth Halbritter (2. v. l.) als Vertreterin des Bezirksvorstandes zusammen mit Brigitte Dittrich (l.), Stadträtin in Fürth, Conny Rausch (2. v. r.), Kreisvorsitzende in Fürth und Lisa Badum (r.),
Bundestagskandidatin und Mitarbeiterin bei MdB Uwe Kekeritz.

Die Strompreislüge

Heftiger Schneefall und gefrierende Glätte konnten die Besucher des gut gefüllten Vortragssaales in Gutenstetten nicht abhalten. MdB Uwe Kekeritz referierte über die zurzeit heftig umstrittenen Änderungsvorschläge des Erneuerbaren Energie Gesetzes und meinte, dass in diesem Bereich "gelogen werde, dass sich die Balken biegen.

Es standen zwei Kernfragen im Fokus des Vortrages: Warum steigen gerade in Deutschland die Strompreise, obwohl doch die erneuerbaren Energien einen überzeugenden Zuwachs haben und können wir die Energiewende schaffen, obwohl von der jetzigen Regierung versucht werde, diese "nach Strich und Faden" auszubremsen?

Der Preis der Umlage steigt in diesem Jahr um 1,677 Cent pro kWh. Dafür sei nur zu einem Drittel der gut laufende Ausbau der Erneuerbaren verantwortlich. Die wesentlichen Faktoren sind in den Ausnahmeregelungen, die die Regierung Merkel extrem ausgeweitet haben und in der Tatsache zu finden, dass die an der Börse fallenden Stromkosten nicht an die Verbraucher weitergegeben werden.

Früher waren es 600 heute würden an die 6000 Betriebe von der regulären Bezahlung der EEG-Umlage befreit. Die 730 größten deutschen Stromverbrauchen würden keine Umlage, weit über 5000 Betriebe nur eine reduzierte Umlage von 0,05 Cent zahlen. Der Kleinverbraucher  müssten dagegen diesen Einnahmeverlust ausgleichen und mehr als das 100-Fache, nämlich 5,3 Cent begleichen. Damit tragen die privaten Haushalte und betrieblichen Kleinabnehmer über vier Milliarden Euro zusätzlich.

Unter Rot-Grün wurde auch die Eigenversorgung von Betrieben mit der Umlage belegt. Die Regierung Merkle schaffte dies ab und belastet damit die Kleinverbraucher mit weiteren drei Milliarden Euro.

Die Erneuerbaren sorgen dafür, dass die Preise an der Leipziger Strombörse dramatisch gesunken sind und dauerhaft niedrig bleiben. Aufgrund eines Systemfehlers, für den die Regierung Merkel keine Lösung sucht, führt zu einer Erhöhung der Umlagen. Kekeritz betont, dass die Regierung damit die Stromkonzerne bewusst subventioniere. Die Preissenkung erhöhte 2012 die Gewinne der Stromkonzerne auf gigantische 25 Mrd Euro. Das erkläre auch, warum die Stromkosten für die Haushalte steigen, während die Strompreise fallen würden.

Auch Altmeiers neuer "Vorschlag zur Einführung einer Strompreis-Sicherung" sei eine Farce. Kostenerhöhungen aufgrund von Öl-, Gas- oder Kohlepreissteigerungen meint er damit ausdrücklich nicht. Auch höhere Gewinnerwartung der Konzerne will Altmeier nicht begrenzen. Altmeier reduziert das ganze Problem auf die Erneuerbaren. Sein eigentliches Ziel bestünde darin, den Ausbau der Erneuerbaren zu bremsen, um die Marktanteile der Großen zu schützen.

Der Ausbau der Erneuerbaren bringe zwar grundsätzlich eine Erhöhung der Umlage mit sich, aber gleichzeitig werden die Stromkosten reduziert, da der Preis für Wind und Gas immer noch bei Null liegt. Ohne die Erneuerbaren, wäre die Preise noch deutlich höher.

Grüner Zukunftskongress - Bildung kann mehr!

Am 1. Dezember, fand in Würburg im Haus der Kolpingakademie der Zukunftskongress Bildung statt. Mit dabei waren aus dem KV Neustadt a. d. Aisch Ruth Halbritter, Uwe Kekeritz (beide OV Uffenheim), Kerstin Müller, Volker Schaepe und Bastian Kallert (alle OV Markt Erlbach-Neuhof). 

Zum Motto "Bildung kann mehr" passten die von Ministerin Sylvia Löhrmann seit ihrem Amtsantritt Mitte 2010 in Nordrhein-Westfalen umgesetzten Ergänzungen des althergebrachten Schulsystems. In der neuen Sekundarschule wird bis zur sechsten Jahrgangsstufe gemeinsam gelernt und die sukzessive eingeführten Gemeinschaftsschulen in den ländlichen Regionen gelten als Erfolgsmodell mit bundesweitem Vorbildcharakter. Sylvia Löhrmann hat es dabei sogar geschafft, einen "Bildungskonsens" zwischen allen Landtagsfraktionen in NRW herzustellen - und dem Thema Schule und Bildung damit neue Perspektiven eröffnet.

Neben der Ministerin waren Michael Fritz und der Journalist und Filmemacher Reinhard Kahl Referenten. Michael Fritz präsentierte neueste neurowissenschaftliche Erkenntnisse zum Themenkomplex Lernen und Lehren, die gegen zu frühe Selektion und für möglichst langes gemeinsames Lernen mit individueller Lernförderung sprechen. Reinhard Kahl und die Grüne Spitzenkandidatin zur Landtagswahl 2013, Margarete Bause, stellten "Treibhäuser der Zukunft" vor - so heißt ein viel beachteter Dokumentarfilm Kahls, in dem er herausragende, progressive Bildungseinrichtungen in Deutschland vorstellt.

In sieben verschiedenen Workshops erarbeiteten die Teilnehmer nicht nur selbst Lösungen und Möglichkeiten zu verschiedenen Themen der Bildungspolitik sondern die Zukunftsforen boten auch Platz für Informationsaustausch und Interaktion zwischen den Teilnehmern. Die "Beutelboxer", eine Impro-Theater-Gruppe aus Würzburg rundete den Tag mit  faszinierenden Einlagen ab.

Auch die Mitglieder des KV Neustadt a. d. Aisch konnten mit der Erkenntnis, dass nicht nur Bildung, sondern auch Bayern mehr kann, am Samstagabend nach einem interessanten und spannenden Tag voller Inhalte in Würzburg die Heimreise antreten. 

Neustädter Delegierte bestimmen mit

Unter dem Motto "Bayern kann mehr" haben sich die bayerischen Grünen im Oktober auf der Landesversammlung in Rosenheim für die Wahlen im nächsten Jahr aufgestellt. Die knapp 300 Delegierten wählten Margarete Bause zu ihrer Spitzenkandidatin für die Landtagswahlen 2013. Dieter Janecek wurde in seinem Amt als Landesvorsitzender bestätigt.

An der Landesdelegiertenkonferenz vertraten den Neustädter Kreisverband die Delegierten Ruth Halbritter (Kreisvorsitzende), Martin Bauer (Kreisvorsitzender) und Volker Schaepe (Ortsvorsitzender). 

Rückblick und Beschlüsse

Ebenso fand am letzten Wochenende auf Bundesebene die 34. ordentliche Bundesdelegiertenkonferenz in Hannover mit über 800 Delegierten statt. Unter dem Motto "Zusammen hält besser" startete dort nun endgültig der Bundestagswahlkampf 2013. Mit großer Einigkeit wählten die Delegierten des Grünen-Parteitages am Samstagnachmittag ihren alten Bundesvorstand zum Neuen.

Auch dort waren die Neustädter Grünen mit der Delegierten Kerstin Müller (Kreisschriftführerin) vertreten.

Mehr Informationen zur BDK

Faire Woche: Grünes Fest auf dem Festplatz in Uffenheim

Faire Preise, fairer Handel, faire Löhne - auf unterhaltsame Weise hat der Ortsverband von Bündnis 90/Die Grünen in Uffenheim diese Themen bei einem Fest auf dem Schlossplatz aufgegriffen. Bei Bio-Spanferkel, S-Bar-Burger und Crepes, Kaffee und Kuchen ließen es sich die Besucher gut gehen. Für gute Stimmung sorgte die Band "Cross over" mit bekannten und mitreißenden Musikstücken.

Die Ortsvorsitzende begrüßte die BesucherInnen und informierte über den Sinn der bundesweiten Aktionen im Rahmen der "Fairen Woche". Folgende Punkte waren ihr  besonders wichtig:

1. Faire Preise für Produkte aus Entwicklungsländern sind die Voraussetzung für eine Verbesserung der Lebensbedingungen der Familien in Afrika, Asien und Lateinamerika.

2. Der faire Handel verbietet ausbeuterische Kinder- und Zwangsarbeit und ermöglicht Schulbildung und Ausbildung

3. Faire und existenzsichernde Preise sind auch bei uns nötig, um die bäuerliche Landwirtschaft und das regionale Handwerk zu erhalten.

4. Faire Löhne sind die Voraussetzung, dass ein verantwortungsbewusster Konsum für jeden möglich ist.

Das Bündnis für Soziale Gerechtigkeit im Landkreis zeigte mit einem Straßentheater die Versteigerung von "ganz frischen" Arbeitslosen. Die Interessenten stellten allerdings bei allen "Angeboten" Mängel fest: Alter, Kinder, alleinerziehend, keine Ausbildung, Gewerkschaftsmitglied. Als mageren Erfolg konnte der Versteigerer nur werten, dass sein letztes "Angebot" drei Monate kostenlos auf Probe arbeiten durfte.

Weiter konnte man sich auf dem Fest über die Klimawerkstätten informieren und an einem Eine Welt-Verkaufsstand einkaufen. Elisabeth Bahr erläuterte die Folgen der aktuellen Landwirtschaftspolitik und die Folgen einer sterbenden bäuerlichen Landwirtschaft für uns alle.

Mit dabei war außerdem der Bund Naturschutz, die Genossenschaft Regional versorgt, die Evangelische Jugend und ein Imker. Des Weiteren war eine  Kindergruppe, auf Einladung des Ortsverbandes, mit ihren Betreuerinnen aus Bruckberg gekommen, um mit den örtlichen Festbesuchern zu feiern. Für die Kinder wurde ebenso Unterhaltung geboten, sie konnten sich selbstgemachte Anhänger filzen.

Faire Woche: Besichtigung des Biobauernhof Hildner

Am Sonntag, den 23.09.2012, zog es mehr als 50 Interessierte zum Biobauernhof Hildner nach Altziegenrück. Bündnis90/Die Grünen aus dem OV Markt Erlbach/Neuhof Zenn hatten an diesem sonnigen Tag, im Rahmen der Fairen Wochen (14.-28. September) zu dieser Veranstaltung eingeladen.

Thema der Rundwanderung über den Bauernhof war die Transformation von der konventionellen Landwirtschaft zum Biobauernhof. Nach einer kurzen Begrüßung durch die grünen Vorsitzenden übernahm Günther Hilder das Wort und führte die Besucher über seinen Hof.

Dabei berichtete er von den Schwierigkeiten und Chancen, die eine solche Wandlung mit sich bringen. Durch die Umstellung seines Hofes haben die Tiere nun viel mehr Auslauf, da die Kühe jederzeit den Stall verlassen und selbständig auf einer grüne Wiese grasen können. Dies verursachte zu Beginn natürlich erst einmal Kosten und war im konventionellen Konzept nicht vorgesehen.

Weiterhin blieben seit der Umstellung die finanziellen Erträge des Hofes stabil, die Kosten sanken jedoch durch den Verzicht auf chemische Düngemittel deutlich ab. Bei den Ernteerträgen bzw. bei der Milch dagegen sank der Ausstoß um ca. 20%, was jedoch durch die höhere Marge bei Biolebensmitteln wieder ausgeglichen wurde.

Insgesamt zog Bauer Hilder für sich und seinen Hof eine deutlich positive Bilanz: In etwa gleiche finanzielle Erträge, weniger Arbeit und dafür glücklichere und gesundere Kühe. 'Die Natur ist dabei ein Gewinner', er würde das jedem seiner Kollegen nur empfehlen können, so Hildner.

Nach der ca. 1,5 stündigen Führung, für welche der OV zeitgleich eine Kinderbetreuung anbot, wurde dann bei einem fränkischen Bio-Vesper über die Thematik angeregt weiter diskutiert.

Vor allem in Bezug auf das angestrebte  Ziel der Fairen Wochen, Fairen Handel in Deutschland noch stärker ins öffentliche Bewusstsein zu rücken, wurde festgestellt, dass nur faire und existenzsichernde Preise die bäuerliche Landwirtschaft und damit fairen Umgang mit Natur und Tieren, erhalten können.

Agrarpolitik wohin - was essen wir morgen?

Podiumsdiskussion mit Martin Häusling, Mitglied im europäischen Parlament, am 26. August 2012 in Ulsenheim 

Die Reform der europäischen Agrarpolitik geht in die Endphase. Die Missstände in der Landwirtschaftspolitik sind in jedem Dorf deutlich sichtbar. In den vergangenen 20 Jahren wurden die Hälfte aller Höfe in Deutschland - trotz Subventionen - aufgegeben. Die noch verbliebenen Betriebe leiden immer mehr unter dem Wachstumszwang. Auch in unserem Landkreis ist der Strukturwandel nicht zu übersehen. Viele setzen auf Energiegewinnung statt auf Lebensmittelproduktion. Ist das ein Fortschritt oder eine Sackgasse? Welche Art von Landwirtschaft wollen wir? Wie kann die EU unseren Bäuerinnen und Bauern gerecht werden?

"Die europäische Agrarpolitik läuft seid 50 Jahren in die falsche Richtung" beklagt Martin Häusling, "denn 1% der Betriebe bekommt die Masse der Förderung".

1950 gingen von einem Euro Ladenpreis 66 Cent an den Landwirt, heute sind es noch 20 Cent,

so Häusling. Die europäische Agrarpolitik hat weltweit Auswirkungen, wie z.B. den riesigen Bedarf an Sojaimporten, die die Existenzgrundlage der Bauern in den Exportländern zerstört. Die Sojaernte von 20 Mill ha in Südamerika wird von Europa importiert. Dafür werden 200 Mill Liter Roundup auf  gentechnisch verändertes Soja verspritzt. Wer davon den Profit hat, ist offensichtlich. Die Bauern mit Sicherheit nicht. Martin Häusling tritt für die Stärkung einer bäuerlichen, regional geprägten Landwirtschaft ein. Förderzahlungen sollen an ökologische Standards gebunden sein. Etwa eine Mindestfruchtfolge beim Ackerbau und ein Verbot des Grünlandumbruchs. Außerdem soll der Höchstfördersatz pro Betrieb auf 100.000 Euro gedeckelt werden. 

An Stelle von Importsoja sollten bei uns eiweißreiche Pflanzen wie Bohnen, Erbsen oder auch Soja angebaut werden schlägt Angela Müller von Mission EineWelt vor. Eine gerechtere Verteilung muss das Ziel der europäischen Agrarpolitik sein, darüber waren sich alle einig.

 

Finanzmarktkrise - Auswirkungen auf die heimische Wirtschaft

Die Finanzkrise und ihre möglichen Auswirkungen auf die heimische Wirtschaft war das Thema eines Vortrags des Bundestagsabgeordnete Uwe Kekeritz, die am 4. Juni am Lindhof in Ulsenheim stattfand. Thesenartig versuchte er dem zahlreich erschienen Publikum die Ursachen, Gefahren aber auch mögliche Lösungswege aus der Krise zu skizzieren.  

Die Grundlage für die Krisenentwicklung schuf die völlig an den ökonomischen Realitäten vorbeigehende Einführung des Euros. Die Finanz- und Schuldenverhältnisse vieler Länder, darunter Griechenland, Italien aber auch Frankreich hätte als Warnsignal verstanden werden müssen. Hinzu kam, dass die unterschiedlichen Leistungsfähigkeiten der Volkswirtschaften durch die Euro-Einführung nicht mehr die Möglichkeit hatten, durch Abwertungen sich vor übergroßem Import zu schützen. Die Verschuldung musste deshalb in den wirtschaftlich schwachen Ländern zwangsläufig steigen. 

Griechenland stellt ein ganz besonderes Problem dar. Die abwechselnd regierenden zwei großen Parteien des Landes, haben das Land ausgesaugt, die Korruption gefördert und sich auch geweigert verlässliche Strukturen, wie z.B. ein funktionierendes Steuersystem oder Katasterwesen aufzubauen. Es sei völlig ungerecht, alle Griechen dafür verantwortlich zu machen, die im Durchschnitt 640 Euro monatlich verdienen. Der Fall Spanien zeige, dass die Ursache der Krise nicht in der Verschuldenshöhe liege, denn Spanien hatte eine Verschuldung deutlich unter der 60 % Markte im Verhältnis zur Wirtschaftsleistung. 

Die Lösungswege aus der Krise würden durch den Einfluss der Banken auf die Politik blockiert. Die Bundeskanzlerin ließ sich bis vor kurzem noch vorwiegend von Bankmanager beraten, die zunächst ihre Interessen in die Lösungspfade einbauten. Dadurch wurden über vier Jahre Zeit verloren, in der sich die Krise verfestigte und verschlimmerte. 

Die 2008 versprochene Kontrolle des Finanzmarktes wurde von Merkel nicht angegangen. Aufgrund internationalen Drucks und des Protest der Zivilgesellschaft scheint sie jetzt eher bereit zu sein, Maßnahmen zuzulassen. Neben einer starken Kontrolle der Finanzmärkte und der deutlichen Erhöhung der Eigenkapitalquoten der Banken muss auch eine Aufteilung der Großbanken erfolgen. Der Investitions- oder besser Spekulationsbereich der Banken muss vom regulären Bankengeschäft getrennt werden. Der Kauf der Postbank durch die Deutsche Bank bestätigt die enormen Gefahren der unkontrollierten Banken. Bankchef Ackermann hat u.a. ausgeführt, dass der Kauf der Postbank zur Risikominimierung des Investmentbereichs der Deutschen Bank diene. Die Postbankkunden haften also  auch für die Spekulationsgeschäfte der Bank. 

Kekeritz sieht große Gefahren für den Euroraum. Es sei falsch gewesen, die Banken nicht in den Konkurs gehen zu lassen. Bereits in der 30er Jahren habe Roosevelt in den USA gezeigt, dass insolvente Banken verstaatlich werden müssten. Dann sei es der Regierung möglich, die Versorgung des Marktes mit Krediten aufrecht zu erhalten. Die Überschwemmung des Marktes mit billigem Geld würde nicht zu einer ausreichenden Kreditversorgung führen. Dies habe auch die Aktion der Zentralbank gezeigt, die über eine Billion Euro zu nur einem Prozent Verzinsung vor kurzem auf den europäischen Markt ausgeschüttet habe. In den Krisenländern seien auf dem Markt trotzdem kaum Kredite zu erhalten, obwohl die Banken im Geld ertrinken würden.

Geldverschwendung sei immer falsch, sparen grundsätzlich richtig. Die Geschichte und logisches Denken zeige aber, dass falsches Sparen zu katastrophalen ökonomischen Verhältnissen führen könne. Der Fiskalpakt sei in seinen Grundzügen schon längst europäisches Recht und wäre deshalb auch nicht nötig. Er würde aber notwendige und sinnvolle Investitionen verhindern. Gerade Griechenland und Spanien könnten im Bereich der erneuerbaren Energien Milliarden investieren und so die Grundlage für eine bessere Leistungsbilanz schaffen. Dies gelte auch für Deutschland. Allein für Öl flossen 2010 über 53 Mrd Euro in Ausland. Gelder für Gas und Kohle kämen hinzu. Heimische Energie sei nicht der einzige aber doch ein enormer Schritt zur Lösung der europäischen Finanzkrise und ein zentraler Beitrag zum Umweltschutz. 

Waldbewirtschaftung beeinflusst die Artenvielfalt von Pflanzen und Tieren

Bei einer Wanderung rund um Markt Bibart am 27. Mai, traf sich eine Gruppe Interessierter auf Einladung des Kreisverbandes Bündnis 90/Die Grünen. Am Bahnhof in Markt Bibart wurde die Wandergruppe von der Kreisvorsitzenden Ruth Halbritter begrüßt.

Karin Eigenthaler, Landkreis- und Ortsgruppenvorsitzende des Bund Naturschutz Scheinfeld, erläuterte den Nutzen der Hutewälder, die überwiegend der Eichelmast von Schweinen und damit als Weidefläche dienten. Die Anlage dieser Eichenwälder, mit weiten Baumabständen, wurde im 19. Jahrhundert in Bayern noch staatlich gefördert. Durch die Verbreitung der Kartoffel als Futtermittel veränderte sich die Schweinehaltung zur heutigen Stallhaltung und die Hutewälder wurden kaum mehr als Weidefläche genutztDennoch bieten sie bis heute vielen Pflanzen und Tieren einen idealen Lebensraum.

Auf dem Weg zum König-Ludwig-Aussichtsturm waren einige kranke Eschen im Waldbestand zu erkennen. Markus Ganserer, Dipl. Forstwirt und Bezirksvorstand der Grünen Mittelfranken, erklärte, dass es sich dabei um eine erst seit wenigen Jahren zu beobachtende Pilzerkrankung handelt. Forschungsprojekte sollen neue Erkenntnisse bringen und die Waldbestände retten.  

Des Weiteren informierte Ganserer über aktuelle forstpolitische Themen. Die Forstwirtschaft ist ein wichtiger Arbeitsplatzfaktor im ländlichen Ram. Durch die Forstreform wurden in den letzten sechs Jahren  allein bei den Waldarbeitern 400 Arbeitsplätze abgebaut um Gewinne zu maximieren. Gleichzeitig wurde dem österreichischen Sägekonzern Klausner von der CSU-Staatsregierung jährlich 

500 000 Festmeter Holz zu einem extrem niedrigen Preis, mit einer Preisbindung von 10 Jahren, zugesichert.  Allein durch diesen Vertrag entgehen dem Freistaat Bayern jährlich rund 7,5 Mio. Euro. Das Werk gehört mittlerweile einem russischen Großkonzern und die Verträge können nicht einseitig gekündigt werden. Die  Bevorteilung von Großkonzernen führe dazu, dass die kleinen Sägewerke wesentlich höhere Einkaufspreise zu leisten haben und damit zusätzlich Arbeitsplätze im ländlichen Raum bei kleinen Familienbetrieben gefährdet werden, so Ganserer.

In einem Steinbruch wies Karin Eigenthaler auf die Notwendigkeit von Rückzugsgebieten für Schlangen und Echsen hin, was in vielen kleinen Biotopen mit Sonderstruktur gegeben ist. 

Eine Aufforstungsfläche eines ehemaligen Gipsabbaugebietes machte den anwesenden klar deutlich, dass trotz Rekultivierungsauflage Jahrzehnte vergehen bis wieder ein Wald entsteht.

Wer die Mühen des Aufstiegs zum Aussichtsturm nicht gescheut hatte, konnte dann seinen Blick über den Baumwipfeln weit über den Steigerwald hinaus bis zur Frankenhöhe schweifen lassen. 

Fahrt in den bayrischen Landtag

21.05.2012

Auf Einladung von Christine Stahl, Vizepräsidentin des Bayerischen Landtages, informierte sich eine Gruppe von interessierten Bürgerinnen und Bürgern aus dem Landkreis über die parlamentarische Arbeit im Maximilianeum in München. Mit dem Zug von Markt Bibart aus, machte sich die Gruppe auf den Weg nach München, organisiert von der Kreisvorsitzenden Ruth Halbritter.

Bei einer Führung durch die historischen Räume des bayrischen Landtages erfuhren die BesucherInnen etwas über die Maximilianeum-Stiftung, die von Maximilian II. von Bayern im Jahre 1852 gegründet wurde. Eine Haushaltssitzung konnte von der Gruppe live miterlebt werden. Themenschwerpunkt dieser Sitzung war ein Dringlichkeitsantrag, bei dem es um den Verkauf der circa 33.000 bayerischen Wohnungen der Landesbanktochter GBW ging. Nach einem Mittagessen gab es die Möglichkeit zu einem einstündigen Gesprächsaustausch mit MdL Christine Stahl, die von den TeilnehmerInnen rege genutzt wurde. Fragen gab es insbesondere zur Energiewende und zu den Gefahren von Rassismus.

Nach einem Spaziergang durch die Innenstadt wurde die Heimfahrt Richtung Mittelfranken angetreten. Die TeilnehmerInnen bezeichneten den Tag als sehr informativ und insgesamt als gelungen.

Stärkung der kleinbäuerlichen Landwirtschaft notwendig

18.05.2012

Am vergangenen Mittwochabend referierten die beiden Bundestagsabgeordneten Hans-Josef Fell (Bündnis 90/Die Grünen) und unser Wahlkreisabgeordneter Uwe Kekeritz (Bündnis 90/Die Grünen) in Ipsheim zum Thema "Welternährung".  

Der Hauptreferent Hans-Josef Fell ging in seinem Vortrag ausführlich auf Ursachen für Hunger ein: weltweiter Rückgang der Kleinbauern, Abhängigkeit von industriellem Saatgut, Zerstörung von landwirtschaftlichen Böden, überhöhter Fleischkonsum, Klimaveränderung, schlechte Lagerung und falsche Verteilung der vorhandenen Lebensmittel. Er formuliert nachdrücklich, dem Welthunger sei nicht mit einer gesteigerten Nahrungsmittelproduktion sondern mit einer gerechten Umverteilung zu begegnen. Deshalb sind vor allem regionale, kleinbäuerliche Strukturen zu stärken, damit die Lebensmittel dort produziert werden, wo sie auch konsumiert werden. Zu diesem Ergebnis kamen auch verschiedene Studien wie der Weltagrarbericht von 2008 und der aktuelle Bericht des Büros für Technikfolgenabschätzung im Deutschen Bundestag (TAB). Als wichtigste Ansätze für die Lösung des Welternährungsproblems sieht Hans-Josef Fell die Stärkung der ökologischen, gentechnikfreien kleinbäuerlichen Landwirtschaft, die Unabhängigkeit vom Erdöl und die deutliche Reduktion des Fleischkonsums. 

Uwe Kekeritz, Sprecher der grünen Bundestagsfraktion für Gesundheit in Entwicklungsländern, verwies auf das wichtige Thema "Ernährungssouveränität" als Gegenkonzept zu imperialistischer Gentechnik und Schutz der Kleinbauern vor Dumpingimporten. So kritisierte er den massiv subventionierten Einsatz von europäischen Fischfangflotten vor den Küsten Afrikas. Ein europäischer Super-Trawler fängt dabei so viel Fisch pro Tag wie dutzende afrikanische Kleinfischerboote in einem ganzen Jahr. 

An die Referate der Abgeordneten schloss sich eine rege und mitunter auch kontroverse Diskussion an. Der grüne Kreisvorsitzende Martin Bauer schloss mit der Conclusio, es sei wichtig sowohl auf dem politischen Weg für die Änderung der regionalen und globalen Strukturen weiterzukämpfen als auch über das private Konsumverhalten - wie den Kauf von Bio- und Fair-Trade-Produkten -  bewusst Zeichen zu setzen.

Internationale Wochen gegen Rassismus - Mahnwache in Bad Windsheim

Anlässlich der Internationalen Wochen gegen Rassismus im März 2012 veranstaltete der Kreisverband Neustadt a.d. Aisch/Bad Windsheim unter der Leitung des Kreisvorsitzenden Martin Bauer eine Mahnwache gegen Rassismus in Bad Windsheim. 

 

Rede des Kreisvorsitzenden Martin Bauer